Zweijährige Höhere Berufsfachschule für UMWELTSCHUTZ:
Staatlich geprüfter(e) Umweltschutztechnischer(e) Assistent(in)
1. Aufgaben
und Ziele
Die höhere
Berufsfachschule befähigt den Umweltschutztechnischen Assistenten, als
Fachkraft Untersuchungen im Bereich der chemischen und physikalischen Analytik
durchzuführen, diese auszuwerten und die Ergebnisse zu präsentieren. Das
Einsatzspektrum umfasst sowohl Labore der Industrie und Forschung als auch
kommunale und staatliche Behörden.
2.
Zugangsvoraussetzungen
Voraussetzung ist der
Realschulabschluss (10. Klasse), ein gleichwertiger oder höherer Abschluss.
Besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern sind gute bis befriedigende
Leistungen wünschenswert. Die erste Fremdsprache muss Englisch sein.
Die Ausbildung erfolgt
in Vollzeitform mit 36 Unterrichtsstunden pro Woche, dauert zwei Jahre und
schließt ein vierwöchiges Praktikum ein. Ein anschließendes halbjähriges
Praktikum ermöglicht die Zuerkennung der allgemeinen Fachhochschulreife.
4. Die
Ausbildung ist in folgende Fächer untergliedert:
|
Fachtheoretische Ausbildung |
Fachpraktische Ausbildung |
| anorganische Chemie | Umweltanalytik |
| organische Chemie und Toxikologie | Instrumentelle Analytik |
| physikalische Chemie | biologisch-chemisches Praktikum |
| Mathematik | |
| Biologie/Ökologie | |
| Ver- und Entsorgungstechnik | |
| Physik | |
| Informatik | |
| Sozialkunde | |
| Betriebswirtschaftslehre | |
| Deutsch | |
| Englisch | |
| Sport |
Durch
die Teilnahme an zwei Ergänzungsprüfungen kann die Fachhochschulreife
erworben werden. Diese wird anerkannt, wenn anschließend ein 6-monatiges Praktikum in einem
geeigneten selbst gewählten Praktikumsbetrieb erfolgt.
5. Einsatzmöglichkeiten
Gemäß
den Schwerpunkten seiner Ausbildung erstreckt sich die mögliche Tätigkeit des
Umweltschutztechnischen Assistenten auf folgende Arbeitsgebiete.
Einsatz
in staatlichen und kommunalen Behörden wie Umweltämtern, Überwachungsbehörden
in den Bereichen Wasser/Abwasser, Bodenschutz, Müll und Sondermüll
und Recycling,
in
Laboratorien der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie sowie in
Umweltlaboren,
als
Umweltberater in Industrie und Handwerk
als Mitarbeiter in Forschungsinstituten
sowie
als technischer Mitarbeiter bei Baugrunduntersuchungen.
6. Weiterführende Ausbildung
Mit
Erlangen der Fachhochschulreife besteht die Möglichkeit der Aufnahme eines
Studiums an einer Fachhochschule oder Berufsakademie, unabhängig von der
Fachrichtung. Vorteilhaft ist jedoch ein Studium im chemischen sowie
umwelttechnischen Bereich, da mit der Ausbildung zum Umweltschutztechnischen
Assistenten hervorragende fachliche Grundlagen für ein Studium geschaffen
werden. Darüber hinaus bietet aber auch ohne Studium die Fachhochschulreife mit
dem somit absolvierten halbjährigen Praktikum einen leichteren Einstieg in das
Berufsleben.
7.
Abschlussprüfung
Am
Ende der zweijährigen Ausbildung wird eine staatliche Abschlussprüfung
durchgeführt. Die erfolgreiche Teilnahme berechtigt zum Führen der
Berufsbezeichnung
8. Anmeldung
Anmeldetermin: 31. März eines Jahres
Vollständige
Bewerbungsunterlagen sind zu richten an:
| Berufliche Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises | |
| Sondershäuser Landstraße 39 | |
| 99974 Mühlhausen/Thür. |
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